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Facebook-Infos aus erster Hand: Heiko Hebig

Heiko Hebig FacebookDie 14:00 Uhr Session am Samstag des #FBCamps war für @Heiko reserviert. Seines Zeichens Partnership Manager bei Facebook Deutschland in Hamburg und zuständig für die Region Nord-Europa. Eine Stunde lang stand er Rede und Antwort und die Learnings aus der Session möchte ich Euch natürlich nicht vorenthalten.

Topic-Pages bleiben weiterhin bestehen!

Wann verschwinden Topic-Pages? Nie!
Es gibt keine Pläne, die Topic-Pages (das sind die Seiten, die automatisch von Facebook mit Wikipedia-Inhalten generiert werden) einzustellen. Existiert eine offizielle Seite zu einem Thema so richtet Facebook einen Redirect ein, die Topic Page wird es als Fallback aber immer im Hintergrund geben und ist per direktem Link auch immer erreichbar. Den Redirect kann man per Formular beantragen.

Meldung eines Facebook-Postings?

Viel diskutiert wurde über das Thema Meldungen rechtswidriger und beleidigender Postings. Für Verwirrung sorgte, dass bei Meldungen oftmals das Feedback kam, dass der Beitrag nicht gegen die Community-Richtlinien verstoßen würde, der gemeldete Beitrag dann später aber doch gelöscht wurde. Hierbei ist zu beachten, dass die Community-Richtlinien nicht das gleiche sind, wie rechtliche Richtlinien und Gesetze.

Auch wenn man weiß, dass ein Beitrag bereits mehrfach gemeldet wurde, so sollte man, wenn man denkt, dass dieser gegen die Richtlinien verstößt, diesen nochmals melden.

Die Facebook-Suche

Viele Rückfragen und Beschwerden gab es auch über die unzulängliche Suche von Facebook. Der Standpunkt hier: Facebook ist keine Suchmaschine. Um Seiten auf Facebook zu suchen, nutzt man am besten Google.

1001 Mythen um den Algorithmus

Die Frage des Seitenbetreibers sollte eigentlich nicht lauten, wie werde ich vom Algorithmus angezeigt, sondern wie werde ich vom Facebook-Algorithmus möglichst weit oben angezeigt! Denn würde ein User nur weit genug scrollen, so würden auch alle Inhalte der gelikten Seiten und Freunde im Newsfeed angezeigt. „Facebook zeigt alles an, aber der User scrollt nicht weit genug nach unten.“

Was ist ein gutes Posting?

Ein gutes Posting sagt, um was es in dem Beitrag geht. Die Bildsprache bzw. –form ist dabei zuerst einmal irrelevant, denn wichtig ist, was bei der jeweiligen Zielgruppe ankommt. Posts mit nur einem Wort, einem Zeichen oder zwei bis drei Sätzen erzielen meist eine geringere Reichweite. Ist das Ziel eine hohe Reichweite zu erlangen, so sollte man dazu die Werbeanzeigen nutzen, organisch kann eine hohe Reichweite nur durch viele gute Beiträge erlangt werden.

Eine maximale Anzahl an Postings pro Tag die funktioniert gibt es hierbei nicht. So posten Nachrichtenseiten oftmals 80 – 90 Beiträge am Tag. Der User sieht dann aber meist nur 3-4 dieser Themen, abhängig von den jeweiligen Vorlieben. Bis vor zwei Jahren wäre eine solch hohe Postingfrequenz keine gute Idee gewesen, aber der Facebook-Algorithmus wird stetig angepasst.

Der Erfolg einer Seite hängt hierbei nicht von einem einzelnen guten Beitrag ab. Ein Posting kann noch so gut sein, die Reichweite des Beitrages hängt immer auch vom aktuellen Wettbewerb ab. Der Erfolg einer Seite richtet sich hierbei laut den Maßstäben von Facebook auch nicht nach der Reichweite eines einzelnen Postings, sondern nach der durchschnittlichen Reichweite der Seite. Es gibt kein schlechtes Karma auf Facebook, welches durch einen einzelnen schlechten Post genährt wird.

„Jedes Posting auf jeder Seite ist eine neue Chance, die Leute zu erreichen.“ Doppelter Content ist hierbei kein Problem. Beiträge können auch durchaus mehrmals auf verschiedenen Seiten gepostet werden. Auf den Algorithmus hat dies keinen Einfluss. Fraglich ist allerdings, in wie weit sich die Zielgruppen der einzelnen Seiten unterscheiden.

Text- vs. Bild- vs. externem Link-Posting

Bei den Beitragsarten der Postings gibt es laut Heiko keine bevorzugte Variante. Die Mischung macht’s. Heikos Empfehlung für 10 Postings:

  • 6 Links
  • 3 Bilder / Video
  • 1 Status Update Posting

Die genaue Mischung hängt aber, wie bei so vielem, vom jeweiligen Unternehmen und der entsprechenden Zielgruppe ab. Bildpostings sind per se nicht besser als Textpostings.

Facebook-Video vs. YouTube-Videos

Seit Mai gibt es auf Facebook einen neuen Videoplayer. Immer wieder gibt es Vermutungen, dass Facebook die Videos des eigenen Dienstes vor denen von YouTube verlinkten Videos bevorzuge. Laut Heiko Hebig ist dem aber nicht so. 7 Millionen Devices greifen täglich mobil auf Facebook zu, der neue Player sei im Gegensatz zu den YouTube Videos genau darauf optimiert. Third Party Player inklusive YouTube seien für diese mobile Nutzung aktuell technisch nicht auf der Höhe der Zeit.

Als Tipp gab Heiko noch mit auf den Weg, dass der Call to Action Button im Facebook-Video auf jede beliebige externe Seite verlinken kann. So nutzen viele YouTube Stars diese Funktion um Reichweite für ihre Videos zu generieren.

Als gesehen wird ein Video nach 3 Sekunden Abspielzeit gezählt, diese Zeitmessung hat sich auf den Videoportalen als Standard etabliert. Ads vor Facebook-Videos gibt es zum aktuellen Zeitpunkt auf Facebook noch nicht, laut Heiko Hebig ist dies aber nun „ein interessantes Modell“.

Bisher stecken die Videofunktionen von Facebook noch „in den Kinderschuhen“, die Funktionen sollen in nächster Zeit aber deutlich ausgebaut werden. Gute, interessante, kurze Videos von bis zu 30 Sekunden Länge funktionieren aktuell sehr gut.

Der blaue Hacken – Verifying von Seiten

Bei der Verifizierung einer Seite gibt es zwei Ausprägungen:

  • Profile von Personen des öffentlichen Lebens, sowie Nachrichtenseiten
  • Marken und Produkte

Seiten der Kategorie 1 werden fast alle verifiziert, in der Kategorie 2 wird die Frage gestellt, ob eine Verwechslungsgefahr mit anderen Seiten / Produkten besteht. Ist dies nicht der Fall, so werden diese Seiten auch nicht verifiziert

Der Facebook Business-Manger

Den Umstieg auf den Business-Manager sollte sich ein Unternehmen gut überlegen. Wird einmal die Entscheidung getroffen, den Business Manager zu nutzen, so müssen alle zugehörigen Unternehmensseiten und Mitarbeiter auf dieses System migrieren, da eine Mischform ein erhebliches Maß an Mehrarbeit bedeutet. Der Business Manager steckt aktuell noch in den Kinderschuhen, wird aber stetig verbessert.

Facebook at Work, Unterstützung für NGOs und Nutzung von Facebook #Hashtags

Facebook at Work befindet sich aktuell in der Betaphase. Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern können sich für den Betatest bewerben. Auch Facebook nutzt das eigene System in House zur Zusammenarbeit. „Facebook arbeitet über Facebook an Facebook.“

Eine Unterstützung für NGOs, wie es sie bei anderen sozialen Netzwerken bereits gibt, soll in Zukunft auch von Facebook bereits gestellt werden.

User in Deutschland kennen die Möglichkeiten und die Nutzung von #Hashtags auf Facebook kaum. Auf die Relevanz hat die Nutzung von # Hashtags keine Einfluss.

Zukünftig sollen die Videofunktionen weiter ausgebaut werden und auch bei der Anwendung der Sortierungsoption „Neueste Meldungen“ soll es Änderungen geben.

Und ja auch das Wort „Edgerank“ war bei einer Frage zu hören.

Den vollständigen Bericht zum #FBCamp gibt es hier zu lesen: FBCamp.

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Tanja

über

Tanja Laub berät Unternehmen und Einzelpersonen zu allen Themen der digitalen Kommunikation. Die Einrichtung von Social Media-Präsenzen und der Aufbau einer Community gehören ebenso zum Leistungsangebot wie Projektmanagement und die Erstellung von Konzepten.

1 Kommentar zu “Facebook-Infos aus erster Hand: Heiko Hebig

  1. Pingback: Ein inneres Blumenpflücken #fbcamp | nullenundeinsenschubser

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