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I found the way to Candy Mountain

oder das FacebookCamp 2016 mit Instant Articles, dem Newsfeed Algorithmus und Charlie the Unicorn

Hamburg. Schanzenviertel. Samstagmorgen 9 Uhr in der Früh. Strahlender Sonnenschein – der erste frühlingshafte Tag des Jahres. Ich frage in die Runde, warum wir uns an einem solchen Tag freiwillig das ganze Wochenende in geschlossene Räume setzen. Ich erhalte nur ungläubige Blicke, Kopf schütteln und als Gegenfrage: „Wie lautet der W-Lan Code?“.

Damit ist eigentlich schon alles gesagt: Es ist BarCamp-Zeit. Besser gesagt, das fünfte FacebookCamp in Hamburg steht auf meinem Plan.

Instant Articles / Newsfeed Algorithmus / Und sonst so? / Dabei sein

Learnings des FBCamps

Sessionplan FBCamp 2016Das FacebookCamp ist nicht immer nur vollgepackt mit sehr viel Spaß und tollen Leuten, sondern vor allem auch mit mega viel Input und Wissenstransfer. Meine wichtigsten Learnings aus den zwei Tagen FB-Camp zu den Themen Instant Articles und Facebook-Algorithmus sind die folgenden.

Instant Articles (Q&A mit Philipp Roth)

Viel Diskussionsbedarf zeigte das Thema Instant Articles. Facebook baut mit der Einführung von Instant Articles seine dominante Marktstellung noch weiter aus und versucht die User noch länger im Facebook-Kosmos zu halten. Medienproduzenten stehen vor der Wahl bei dem Thema mitzumachen und ihre Inhalte in der Facebook-Welt, statt der eigenen Plattform auszuspielen oder den Traffic den anderen Medienunternehmen, die Instant Articles nutzen, zu überlassen.

Was sind Instant Articles

Bei Instant Articles werden die Inhalte nicht mehr auf der Webseite des jeweiligen Content-Erstellers ausgespielt, sondern direkt auf Facebook. Bei Klick auf den Link findet kein Wechsel zu einer anderen Webseite mehr statt, sondern der Beitrag öffnet sich direkt auf Facebook. Instant Articles stehen nur für die mobile Facebook App und nicht am Desktop zur Verfügung.

Welche Vorteile haben die User durch Instant Articles?

Für die User ergibt sich daraus der Vorteil, dass die Beiträge schneller verfügbar sind. Facebook selbst verspricht bis zu 10fach schnellere Ladezeiten bei vergleichbaren Artikeln und auch der Zeitverlust durch den Wechsel des Portals fällt weg. Der User kann viel schneller auf die einzelnen Inhalte zugreifen und muss weniger hin- und herklicken, wenn er zurück zu Facebook möchte. Die Leser erhalten zudem eine einheitliche Usability der Beiträge.

Welche Nachteile entstehen für die Inhalte-Produzenten?

Die User bleiben im Facebook-Kosmos, weiterführende Links und Werbeanzeigen, die zur Finanzierung des Angebotes dienen werden im Gegensatz zum eigenen Internet-Auftritt, nicht angezeigt. In den Instant Articles können allerdings auch Werbeanzeigen ausgespielt werden.

Es gibt wenig Möglichkeiten der Individualisierung in der Anzeige der Instant Articles. Die Unternehmen verlieren einen Teil der Identität. Nur noch das Unternehmens-Logo, der Header und die Linkfarbe  kann eingefügt werden und dient als Unterscheidungsmerkmal. Die Nutzung von Third Party Plugins in den Instant Articles ist nicht möglich. Ebenso ist nur die Vergabe von H1 und H2, nicht aber von H3 Überschriften möglich, Bilder in Galerien müssen extra definiert werden und können nicht einfach eingefügt werden.

Wer kann Instant Articles nutzen?

Theoretisch hat seit dem 12.04.2016 jeder die Möglichkeit Instant Articles zu nutzen. Auch ein WordPress Plugin wird zur Verfügung gestellt. Zudem ein Plugin von Facebook selbst und eins von Allfacebook.

Woran erkennt man Instant Articles?

Auf Facebook erkennt man die Instant Articles an einem kleinen Blitz in der rechten oberen Ecke des Artikels. Im Bereich „ähnliche Artikeln“ auf Facebook werden zudem nun, falls vorhanden, an erster Stelle Instant Articles zu dem Thema angezeigt.

Newsfeed  – wie verhält sich der Algorithmus? (Studie Fanpagekarma)

    • selbst wenn man alle Pages entliked, so werden einem aufgrund der Interaktionen von Freunden mit Pages immer noch nur 20 % persönlicher Content angezeigt
    • 63 % der FB-User sehen eine News zu allererst auf FB, bevor sie diese auf anderen Kanälen wahrnehmen
    • von 1.500 Posts, werden vom User durchschnittlich nur 100 gesehen
    • die Top 1.000 Pages auf FB, belegen 1/4 des Newsfeeds der User
    • 2,5 x mehr Reichweite durch Emotion
    • 3x mehr Reichweite und doppelt so oft geteilt bei Herz-Interaktion
    • Interaktionen mit einer Anzeige beeinflussen die Kosten der Ad
    • Trotz der Anschläge in Brüssel, war Cat Content das vorherrschende Thema auf Facebook

Und sonst so?

Das Thema Snapchat war in aller Munde. Egal ob in Beginner-Sessions, Vorstellungen der besten Unternehmens-Snaps oder vielen Stories und privaten Nachrichten mit intensivem Ausprobieren der neusten Filter. Natürlich durfte auch das Freundebuch von Fanpagekarma in diesem Jahr wieder nicht fehlen. Etwas gewundert hat mich, dass es kaum Sessions zum Thema Instagram gab.

Und wenn ihr Charlie the Unicorn noch nicht kennt, dann habt ihr echt was verpasst 😀

Im letzten Jahr  war übrigens Heiko Hebig Partnership Manager von Facebook zu Gast auf dem FBCamp und hat einiges zum Thema Video und dem Facebook-Algorithmus erzählt: Facebook-Infos aus erster Hand: Heiko Hebig

Der Rückblick aufs FacebookCamp 2015: #FBCamp2015 – Alles über den blauen Social Media Riesen

Lust im nächsten Jahr dabei zu sein? Immer auf dem Laufenden bleibt ihr über TwitterFacebook und die Webseite des FacebookCamps.

Ein Riesendank geht an die Sponsoren: Diploma Hochschule, Social Hub, fanpagekarma, brandwatch, HCR Media, Franke Versicherungsmakler, t3n, dialog artist und das CommunityCamp Berlin, sowie die tolle Location, das Betahaus in Hamburg, ohne die ein solch grandioses Camp mit so geringem Selbstkostenanteil niemals möglich wäre und an die Organisatoren Silke und Christian.

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Tanja

über

Tanja Laub berät Unternehmen und Einzelpersonen zu allen Themen der digitalen Kommunikation. Die Einrichtung von Social Media-Präsenzen und der Aufbau einer Community gehören ebenso zum Leistungsangebot wie Projektmanagement und die Erstellung von Konzepten.

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