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Digitales Klassentreffen: Die re:publica in Berlin #rp15

Schon zu Schulzeiten bin ich gerne auf Klassenfahrt gegangen. Das Klassentreffen der digitalen Szene heißt re:publica und findet immer Anfang Mai in der Station Berlin statt.

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300 Stunden Programm von 450 Speakern aus 45 Ländern. Fällt mir schon auf BarCamps die Entscheidung schwer, welche Session ich besuchen soll, so ist es auf der re:publica fast unmöglich zu entscheiden. Nicht nur, dass auf 15 Bühnen und Veranstaltungsräumen spannende Vorträge stattfinden, auf dem Innenhof der Station finden meist die besten Gespräche statt. Trifft man hier doch Leute, die man sonst nur online aus der digitalen Welt kennt und vielleicht noch nie im realen Leben getroffen hat oder Bekannte, die man nur einmal im Jahr – eben auf der re:pre:publica 2015ublica sieht.

Eine Woche lang heißt es eintauchen in die digitale Welt, die dabei doch so real erlebbar ist, wie sonst kaum im Berufsalltag. Völlig normal mit Smartphone und Tablet gleichzeitig in der Hand zusammen in einer Gruppe zu stehen, alle unterhalten sich miteinander und tippen zusätzlich unablässig auf den mobilen Devices herum. Wird man sonst bei diesem Verhalten meist schräg angeschaut, so ist es hier ganz normal und man befindet sich in bester Gesellschaft. Welche Session findet als nächstes wo statt, welche liegen parallel und wofür entscheide ich mich? Was haben die anderen Teilnehmer zu den verpassten Sessions geschrieben? Willkommen in der Filterblase!

Neben den inoffiziellen Apps zur re:publica ist Twitter die meistgenutzte Funktion und schon vor dem offiziellen Start trendete der Hashtag #rp15

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Das Warm Up

Auch wenn die re:publica erst dienstags beginnt, so startet das Klassentreffen bereits am Vorabend. Seit dem letzten Jahr ist ein Vorabend Check-in möglich und an diesem Abend hat man Zeit in Ruhe mit aEröffnnung re:publica 2015lten und neuen Bekannten zu quatschen ohne Angst zu haben gerade eine spannende Session zu verpassen oder schon wieder von einem Raum zum anderen hetzen zu müssen. Neben dem Warm Up auf dem Station-Gelände veranstalteten dieses Jahr die Urlaubspiraten ein #prebbq am Montagabend. Teilnehmen durfte nur, wer sich rechtzeitig per Twitter für die Gästeliste angemeldete hatte und diese war innerhalb von wenigen Minuten voll. Bei lecker Essen und Getränken traf man alte Bekannte und besprach das Programm für die kommenden Tage.

Richtig los ging es dann am Dienstag früh mit der Welcome-Session. Immer wieder beeindruckt bin ich von der zeitgleichen Mitschrift der aktuellen Sessions. So dass jeder auf der Hauptbühne den aktuellen Vortrag auch just in time lesen kann. Ein super Job, den die Schreiberlinge da machen.

Die Sessions der re:publica

Alexander Gerst republica 2015 Einige der spannendsten Vorträge die ich besucht habe und die ich jedem nur empfehlen kann, waren:

Die Abschaffung der Wahrheit von Friedemann Karig
Jahresrückblick Social-Media-Recht von Thorsten Feldmann und Henning Krieg
Blue Dot Mission – Sechs Monate Leben und Arbeiten auf der ISIS
Foodblogs 2.0 – Blick über den Tellerrand (leider ohne Video)

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Bei der großen Auswahl habe ich leider nicht alle Sessions gesehen. Diese werde ich mir aber auf jeden Fall noch anschauen:

Talk with Netflix CEO Reed Hastings
Schwarmmdummheit von Günther Dueck

Beeindruckende Zahlen und Fakten der #rp15:

  • 17.000 Unique Twitterer
  • 101.000 Total Tweets
  • 7.000 Besucher aus 23 Ländern, davon 44 % weibliche Besucher, weiteste Anreise: Jakarta
  • 490 Helfer mit 4.000 Einsatzstunden
  • zum Vergleich: auf der ersten re:publica im Jahr 2007 waren es 700 Gäste
  • Auf Toilette eingeschlossen: 1
  • Sprecher aus allen Kontinenten der Welt, Jüngster Speaker 11 Jahre, der Älteste 89 Jahre
  • 700 Journalisten aus 27 Ländern
  • 9.400 Clients im Netz, 2 Terrabytes / Tag, insgesamt 6 TB, 1.000 Internetports
  • Das 1. Hausverbot in der Geschichte der re:publica wurde ausgesprochen
  • 14.000 Liter Bier
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Bohemian Rhapsody auf der re:publica

Auf keinen Fall verpassen sollte man die Abschluss-Session. Dort wird traditionell Bohemian Rhapsody von Queen mit allen Teilnehmern angestimmt. Im Jahr 2010 stand für die Abschluss-Session eigentlich ein Skype-Interview mit Twitter-Gründer Biz Stone auf dem Programm, da dieser aber noch in einem anderen Termin festhing wurde kurzerhand mit Karaoke improvirsiert. Seitdem bildet das Lied jedes Jahr den emotionalen Abschluss.

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Auch Twitter gehört natürlich zur re:publica:

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Im Vorfeld habe ich dem Kölner Stadtanzeiger in einer Reihe zur re:publica einige Frage beantwortet: Tanja Laub – Entspannen auf dem Innenhof der Station Berlin

Tanja

über

Mein Herz schlägt seit 10 Jahren hauptberuflich für das Community Management – besonders für den Aufbau unternehmenseigener Plattformen. Community Management heißt für mich: Netzwerke aufbauen. Dialog fördern. Beziehungen stärken. Community Management ist für alle Seiten ein Gewinn. …wenn es strategisch durchdacht und engagiert umgesetzt wird. Ich berate Unternehmen dabei und schule die Mitarbeitenden, damit deren Community Management aktive Nutzer hervorbringt und unternehmerisch sinnvoll genutzt werden kann.

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